Finally Arrived - Angekommen in Nepal

Wir sind angekommen, angekommen in einer Welt die uns bereits beim Verlassen aus dem Flugzeug völlig überwältigte. Nach fast 26 Stunden und  3 Zwischenstopps in der Türkei, Dubai und Oman waren wir sichtlich erschöpft aber glücklich endlich angekommen zu sein. Der Anblick des Flughafens auf dem wir nun standen, erschien uns im ersten Augenblick als wären wir falsch gelandet. Sollte man doch meinen die Hauptstadt eines Landes besitzt einen Flughafen der annähend modern ist. Nachdem wir unser Visum bekamen ging es direkt durch den Sicherheitscheck. In den folgenden, gefühlten Stunden die wir auf unsere Backpack's warten mussten wurde die Müdigkeit unerträglich. Dann der nächste Schock, als einziger Europäer auf dem ganzen Gelände pfiffen und schrien uns die Taxifahrer von allen Seiten nur so an. Mittlerweile war es schon fast 21 Uhr. Nach einer kurzen Verhandlung um den Fahrpreis nahmen wir für 1000 Nepalesische Rupie ein Taxi von Prepaid-taxis.  

Geschafft! Sowohl anzukommen als auch körperlich, nur noch kurz einchecken und die Müdigkeit überholte uns. 

 

17.05.2018 Der Besuch im Monkeytempel.

Der Jetlag hinterließ sichtlich seine Spuren, war der Plan am Vorabend noch morgens früh aufzustehen so schafften wir es erst um halb 1 Ortszeit die Augen zu öffnen. Ginge wohl jedem von uns so! :D Voller Tatendrang ging es direkt raus auf die Straße. Kulturschock! Es war laut, es war dreckig,aber es war unheimlich spannend. Direkt merkten wir wie selten hier doch europäische Touristen sind, denn die Blicke der Einheimischen verfolgten uns. Besonders unsere Tattoo's schienen die Menschen zu verunsichern. Der strenge Blick, meistens mit tiefen Stirnfalten verwandelte sich nach einem freundlichen Namaste unsererseits zu einem freundlichen Lächeln. Der erste Stop unserer kleinen Erkundungstour war der Handyhändler nebenan um uns eine SIM Karte zu besorgen, Internet braucht jeder ;). Direkt gegenüber befindet sich der Buddhatempel Swayambhunath mit seinen 3 riesigen Buddhastatuen. Die Stimmung im Tempel war unerwartet ruhig und erholsam im Vergleich zum Lärm der Ringroad direkt davor. Wir hatten das Glück, zu diesem Zeitpunkt fand gerade eine große Zeremonie der Buddhisten statt bei der wir zurückhaltend zuschauen konnten. Voller Begeisterung wollten wir noch mehr der unmittelbaren Umgebung erkunden. Da unser Hostel, das The Sparkling Tourtle direkt unterhalb des Monkeytempels liegt, verbrachten wir den späten Nachmittag und Abend dort. Der Eintritt für Touristen war mit 400 NPR also ca. 3,50 Euro und im Vergleich zu dem was geboten wurde sehr günstig. Am bekannten Stupatempel waren viele Händler in ihren Läden mit Souvenirs und Gemälden, doch sie waren nicht besonders aufdringlich und störten kaum. In einer der Mandalaschulen unmittelbar neben der Stupa hatten wir das Vergnügen vom Besitzer auf seinem Rooftop die Geschichte des Tempels zu erfahren. Nach unserer kleinen Privatetour haben wir das Licht der untergehenden Sonne genutzt um einige Bilder der dort lebenden Mönche zu machen, besonders die Kleinsten hatten ihre Freude daran. Anschließend ließen wir den Abend gemütlich im Hostel ausklingen. Was für ein erster Tag! 

 

18.05.2018 Die Religion der Hindus.

Der Plan vom frühen Aufstehen gelang uns heute besser. Nach einem Simple Breakfast im Hostel mit Omelett und Bratkartoffeln ging es direkt los. Heute wollten wir ans andere Ende der Stadt in den Tempel der Hindus. Die Fahrt mit den wohl verrücktesten Busfahren meines Lebens zum Pashupinath Tempel war noch dreckiger als der Tag zuvor. Du musst dir vorstellen du sitzt in einem Kleinbus mit 15 Leuten gequetscht wie die Hühner auf der Stange aber nicht genug, der etwa 15 Jährige "Schreier" springt ständig während der Fahrt aus dem Bus um Leute anzuschleppen. Nicht zu vergessen ist das in dieser Stadt auch auf jeder noch so befahrenen Straße Kühe und Hunde ihre Mittagspause halten und gemütlich auf einem alten Blatt oder Schuh kauen. Überlebt und angekommen am Tempel wurde uns wieder einmal bewusst das wir aus dem reichen Teil der Erde stammen, 2000 NPR leichter ging es los den Tempel erkunden. Es war sehr bewegend zu sehen wie die Leichname der Hindus dort verbrannt werden, manchmal sind es bis zu 50 Leichname am Tag. Anschließend wird die Asche der Toten in den Fluss geworfen. Der Umgang mit dem Tod ist in dieser Religion so viel anders als in der westlichen Welt. Die Toten werden regelrecht vorbereitet z.B. wird der Leichnam vor dem Verbrennen ausschließlich mit den Füßen in den heiligen Fluss geschoben damit seine Seele in das Nirvana aufsteigen kann. Es gibt auch große Unterschiede der Bestattung bei Mutter oder Vater so dürfen die Söhne beim Tot ihrer Mutter 30 Tage lang kein Fleisch oder Milch zu sich nehmen um die Mutter zu ehren. Auch dieser Tempel war sein Geld wert allerdings war hier die Aufdringlichkeit der Händler deutlich größer und frecher, permanent wird man hier versucht über das Ohr gehauen zu werden. Auch hier haben wir besondere Augenblicke und Menschen fotografisch einfangen können. Nach dem Trubel im Tempel sind wir fernab der Ringroad durch die Gassen der Stadt geschlendert, hier spielt das tägliche Leben. Schreiner auf der Straße oder Straßenbau der anderen Art, die Menschen sind hier so echt und freundlich. Einfach anders als in den Touristischen Bereichen. Mit dem Bus ging es zurück zum Hostel denn der Magen knurrte und das Abendessen wartete bereits auf uns. 

 

Über die Tempel wird Alex bald noch einen ausführlicheren Bericht verfassen. Falls wir dein Interesse geweckt haben. 

 

Cheers. Nick & Alex.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Andrea und Norbert (Samstag, 19 Mai 2018 20:49)

    Hallo ihr zwei weltenbummler, es ist wunderbar das ihr gut angekommen seid,leider solle es nicht sein ,das wir uns vorher noch einmal sehen.Es wird eine spannende Zeit werden,wir werden eure Berichte täglich verfolgen.wir wünschen euch das alles so wird wie ihr es euch erträumt habt, tolle Erlebnisse und Erfahrungen, und bleibt gesund, ganz liebe Grüße von Andrea und Norbert

 

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