Sri Lanka II | Auf nach Kandy


was für eine zugfahrt


Die Fahrt war atemberaubend, in gemütlichem Tempo ruckelt und klackert der Zug vor sich hin und am Fenster rauschen die schönsten Landschaften an uns vorbei. Pinienwälder, Reisterassen vereinzelt die letzten Palmen und vorbei an Teeplantagen, man fühlt sich wie auf einer Zeitreise. Wenn man dann seine Kopf bei voller Fahrt aus der offenen Zugtür hängen lässt und man den Wind durch die Haare spürt könnte man meinen man ist im Paradies. Eine Zugreise der besonderen Art die man unbedingt bei einem Besuch in Sri Lanka gemacht haben sollte. Übrigens, das Ticket in der 3. Klasse kostet gerade einmal 400 Rupie p.P. also etwa 2 Euro und das für 7 Stunden fahrt. Kein Vergleich also zu Preisen der Deutschen Bahn :D. 

 

Angekommen in Kandy verließen wir den Bahnhof und fuhren mit dem Tuk Tuk zu unserer Unterkunft, etwas außerhalb des Zentrums in den Bergen gelegen fanden wir bereits in Arugambay eine schöne Unterkunft mit tollem Ausblick. Wie immer ging es danach zu Fuß los die Gegend erkunden, tatsächlich erinnerte uns diese Stadt ein bisschen an Kathmandu. Es war laut und hektisch irgendwie so gar nicht das Sri Lanka das wir bisher kennengelernt hatten. 


sigiriya


Halbzeit, ziemlich genau 2,5 Wochen sind vergangen seit unserer Ankunft in Colombo. Wir haben bereits die West-, Süd- und Ostküste bereist waren im Nationalpark Yala und sind die berühmte Zugstrecke von Ella nach Kandy durch die Teeplantagen gefahren, doch wir haben noch nicht genug. Nach unserem drei tägigen Aufenthalt in Kandy ging es heute Morgen nach dem Frühstück zum Busbahnhof. Ja, wieder Bus.. wer unseren letzten Artikel gelesen hat der weiß warum ich das hier an dieser Stelle so besonders betone. Es hilft nichts, Bus ist und bleibt hier eben die günstigste und einfachste Möglichkeit durch das Land zu reisen. Dieses mal haben wir uns allerdings nicht für einen der Gouvernement Busse entschieden sondern für einen etwas kleineren Privatbus mir Air-condition in der Hoffnung das dieser uns vielleicht etwas ruhiger und verantwortungsvoller ans Ziel bringt. Tatsächlich hatten wir Glück oder zumindest ein besseres Gefühl.

In Sigiriya wurde noch schnell der Localpreis für ein Tuk Tuk verhandelt und dann ging's in unsere Unterkunft. Übrigens, ein Local zahlt in Sri Lanka so ca. 50-60 Rupie pro Km - Als Deutscher/Europäer versuchen sie es gerne mal mit 150 - 200 Rupie lass dich beim Besuch hier also nicht verarschen. 80 - 100 Rupie sind ein fairer Preis für dich und für den Fahrer! Angekommen in unserer Unterkunft, einer ECO  Lodge mit vielen kleinen Baumhäusern, wurden wir freundlich empfangen und nach einem Willkommens Juice bezogen wir unser eigenes kleines Baumhaus. Was sollen wir sagen, wir bekamen das Haus mit der besten Aussicht auf den Sigiriya und waren völlig begeistert. Als nächstes hieß es wie immer etwas die Gegend zu erkunden, allerdings ist das hier gar nicht so einfach. Mitten im Dschungel wurde uns vom Besitzer der Lodge auch wärmstens ans Herz gelegt spätestens zum Sonnenuntergang wieder zurück zu sein da die vielen wilden Elefanten die hier leben bei Einbruch der Dunkelheit gerne auf den Straßen unterwegs seien. Solch einem Riesen wollten wir natürlich nicht begegnen und befolgten seinen Rat. Morgen haben wir wieder geplant zum Sonnenaufgang unterwegs zu sein, schauen wir mal was sich dann so erleben lässt.. 

 

 


sonnenaufgang auf dem pidurangala


Nach einer kurzen Nacht klingelte pünktlich um 4:30 Uhr der Wecker, noch etwas zerdrückt standen wir also vor unserer Unterkunft. Noch immer hatten wir die Warnhinweise unserer Gastgeber im Hinterkopf doch der Wunsch zum Sonnenaufgang am Gipfel vom Pidurangala Rock zu stehen war größer. Mit unseren Stirnlampen bewaffnet ging es also zuerst etwa 800 meter die geteerte Straße entlang, bis wir anschließend auf eine unbefestigte Schotterstraße abbogen. Die Geräusche aus dem Dschungel um uns herum waren faszinierend und manchmal auch angsteinflößend zugleich. Schier endlos erschienen uns die nur 2 km durch die Nacht. Angekommen am Fuße des Pidurangala trafen wir dann auch auf viele andere Besucher die allerdings fast alle mit dem Tuk Tuk gekommen waren. Am Gate war eine kleine Eintrittsgebühr von 500 Rupie p.P. fällig, danach hieß es die letzten 20 Minuten Treppen steigen. Erinnerungen an unsere Trekkingtour in Nepal wurden wach. Tatsächlich ist der Aufstieg zum Pidurangala Rock allerdings nicht all zu anspruchsvoll, lediglich die letzten Meter muss man auf großen Steinbrocken klettern. 

Oben angekommen wurden wir von einigen Hunden freundlich begrüßt und mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Wenige Minuten nach Sonnenaufgang wurde es auch direkt wieder etwas leerer, offensichtlich waren die meisten Besucher nur dort oben um die Sonne am Horizont zu sehen. Wir verbrachten insgesamt etwa 2,5 Stunden auf dem Gipfel und anschließend erkundeten wir noch die umliegenden Tempel und Höhlen am Pidurangala. Nach so vielen neuen Eindrücken, ließen wir den Rest vom Tag entspannt angehen. Am späten Nachmittag trieb uns der Hunger, in TripAdvisor fanden wir das Wijesiri ein Familien Restaurant in Sigiriya. Tatsächlich sah es von außen nicht besonders einladend aus, das Essen war aber Gigantisch! Hier gab's das beste Curry das wir auf unserer Reise bisher gegessen hatten, und solltest auch du Sigiriya bereisen dann schau dort auf alle Fälle vorbei.


ritigala


Nach unserem Vormittag am See ging's zurück in unsere Unterkunft. Dort angekommen ließen wir die Mittagssonne vorüberziehen und ließen es uns im Schatten gut gehen. Doch das war noch nicht alles, unser Gastvater hatte uns von alten Ruinen mitten im Dschungel erzählt, der Grund weshalb wir überhaupt eine Nacht länger geblieben sind. Mit dem Tuk Tuk ging es die 20 km entlang vorbei an Reisfeldern und durch dichten Dschungel. Angekommen in Ritigala, waren wir sofort verzaubert. Nach einem Eintrittspreis von 640 Rupie zusammen durften wir die Anlage erkunden, die Atmosphäre war großartig. Außer ein paar Affen waren wir alleine im dunklen Dschungel. Nach einigen Treppenstufen standen wir plötzlich vor einem alten Baum der uns den Atem raubte. Solch einen Stamm und solche Wurzeln haben wir noch nie zuvor gesehen! Wir hielten uns eine Weile dort auf um einige Bilder zu schießen, danach ging's wieder zurück in unsere Unterkunft. Was für ein herrlicher letzter Tag. Wenn auch du Sigiriya bereisen möchtest, dann lass dir Ritigala nicht entgehen! Das ist noch ein echter Geheimtipp! :)

Morgen geht es wieder zurück nach Kandy und dann zurück nach Ella, denn dort hatten wir bislang noch nicht genügend Zeit um die Gegend zu erkunden. Wir sind gespannt:) 


Galle fort


Wir haben in Galle einen kleinen Zwischenstop eingelegt, die Stadt ist echt schön. Bekannt ist sie wegen dem Leuchtturm an dem sich meinstens Touristen aufhalten - daher : je früher desto besser. Wir sind zum Sonnenaufgang hier gewesen und haben die Stille genossen. 


abenteuerlich geht es weiter, it´s teatime! ____ hier gehts zum letzten Sri Lanka Blogeintrag 


outtakes


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