Abreise - Zurück nach Kathmandu.

11.06.2018 - 14.06.2018

Die letzte Woche in Nepal war bereits angebrochen als wir uns dazu entschieden zurück nach Kathmandu zu fahren. Es ging erneut mit dem Bus 5 Stunden vom Nationalpark Chitwan nach Thamel einem Stadtteil von Kathmandu. Angekommen machten wir uns direkt auf der Suche nach einer neuen Unterkunft. Auch wenn wir mit unserer ersten Unterkunft dem Sparkling Turtle Hostel 3,5 Wochen zuvor äußerst zufrieden waren wollten wir die letzten 3 Nächte in einem anderen Hostel verbringen, um nochmals neue Eindrücke zu gewinnen. Diesmal entschieden wir uns für das The Wanderthirst Hostel, ein sehr modern eingerichtetes Hostel mit Rooftop und mittig von Thamel gelegen der optimale Ausgangspunkt für die letzten Tage. Leider sollten uns diese wieder an den Beginn unserer Reise erinnern, diesmal aber traf es besonders Alex. Die Lebensmittel in dieser Stadt sind einfach für den europäischen Magen nicht geeignet. Nirgendswo sonst im Land hatten wir solche Probleme mit dem Essen als in Kathmandu! Aus den Plänen die Stadt erneut zu erkunden wurde demnach nichts und wir verbrachten die meiste Zeit in unserem Zimmer. 

Der letzte Morgen. Alex hatte noch immer Probleme mit ihrem Magen, dennoch hieß es für uns packen und die Vorfreude auf Sri Lanka stieg ins unermessliche. Endlich Strand! Doch ein letztes mal hielt Nepal eine Überraschung für uns breit..

Beim Versuch in Thamel Geld abzuheben wurden wir fast verrückt. Unzählige dieser Automaten wollten an diesem Morgen einfach nicht funktionieren und das Bargeld in unseren Taschen hätte nicht einmal für das Taxi zum Flughafen gereicht, ungefähr 1 Stunde und 20 Automaten später fanden wir einen kleinen unscheinbaren ATM in einer der Gassen, noch ein Versuch, es ging! Wir hielten die letzten 5000 Nepalie Rupie in unseren Händen! Glücklich über das Geld stiegen wir ins Taxi zum Flughafen. Angekommen am Flughafen, ging es voller Tatendrang direkt zum Check - in. Wir hielten also dem Mann am Schalter unsere Papiere unter die Nase und während dessen er unsere Daten überprüfte schlich sich langsam ein Blick in sein Gesicht der uns schnell erkennen ließ das irgendetwas offensichtlich nicht stimmte. Zögerlich hob er seinen Kopf und fragte etwas verhalten ob wir denn auch unser Gepäck dazu gebucht hätten? Völlig überzeugt antworteten wir ihm mit einem - Ja, na klar. Doch offensichtlich war dem aber nicht so denn unsere Flüge die wir mit booking.com mit Flydubai gebucht hatten waren nur mit einem Handgepäck von 7 Kg gebucht worden. Erschrocken und etwas verwirrt schlug ich ihm vor das wir unsere Rucksäcke auch jetzt noch dazu buchen könnten, als er dann allerdings meinte das die Rucksäcke teurer seien als unsere Flüge wurde mir schlecht.. 540 Dollar.. auch Alex wurde direkt blass. Etwas unentschlossen und überfordert mit der Situation bot uns der Mann an etwas zur Seite zu gehen um uns Gedanken zu machen wie wir denn weiter verfahren möchten. Natürlich war uns klar das wir keine andere Möglichkeit hatten als unsere Backpacks für dieses Geld nachzubuchen. Dennoch fragte ich ob es denn gar keine andere Möglichkeit gäbe, darauf hin zogen sich die Männer am Schalter zurück um uns anschließend ein Angebot zu unterbreiten das uns wieder Lächeln ließ. Anstatt 30 Kg insgesamt gaben sie nur 20 Kg an und das anstelle von uns beiden auch nur auf Alex. So war es möglich die Summe auf ganze 350 Dollar zu reduzieren! Die Jungs waren definitiv unsere Helden des Tages! Leider war das noch nicht alles, der Aufforderung am ATM im Flughafengebäude das Geld abzuheben konnten wir nicht folgen denn wieder war der ATM Offline wie schon so oft an diesem Tag. Unsere Nerven lagen langsam blank und wir rechneten schon damit eine weitere Nacht in Kathmandu zu verbringen. Der nächste ATM befand sich außerhalb vom Flughafen Gebäude und so ging's raus ohne daran zu denken das der Mann am Check in noch immer unsere beiden Reisepässe besaß. Du kannst dir sicher schon denken was jetzt kommt, natürlich gab's auch draußen wieder kein Geld und beim Versuch zurück ins Flughafen Gebäude zu kommen wollten die Polizisten unsere Pässe sehen die ja allerdings noch am Check in lagen. Nach einigen Diskussionen wurde im Nepali style einfach ein Auge zugedrückt. Die letzte Chance unser Gepäck doch noch bezahlen zu können war jetzt ein Kartenlesegerät, und tatsächlich nach einigen Minuten kam ein Mann mit einem solchen Gerät zum Schalter. Es schien als wäre es noch nicht besonders oft im Einsatz gewesen zu sein, denn auch die Männer hatten nicht so richtig den Plan was sie da taten. Irgendwie funktioniere es dann doch und wir konnten endlich zum Gate! Völlig neben der Spur und immer noch geschwächt von der Lebensmittelvergiftung wollten wir nur eins, endlich in den Flieger. 

Übrigens, die Sicherheitskontrolle in Nepal war so erfolgreich das wir 2 volle 1 Liter Flaschen Wasser aus dem Hostel bis in den Flieger mitnehmen konnten. Eine Tatsache die mich lange beschäftigt hatte, und das bei einem Flug der in Dubai zwischen Landen sollte. Unvorstellbar das es so etwas in der heutigen Zeit noch gibt.. 

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