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Madeira


Madeira - Die grüne Blumeninsel im Atlantik.


Die Blumen Insel oder auch die grüne Perle des Atlantiks genannt - MADEIRA.

Im Mai vergangenen Jahres hatten wir das Vergnügen diese kleine Insel in 5 Tagen intensiv zu erkunden und zu erleben. Ich möchte dich mitnehmen und dir einen kleinen Einblick in unsere Reise geben und dir direkt noch einige Tipps & Infos verraten die du auf alle Fälle wissen solltest! Nun Wünsch ich dir viel Spaß beim Lesen!

Die Insel: 

 

Näher an Afrika als an der Küste Europas gehört dieses kleine Paradies dennoch zu einer der wenigen Inseln von Portugal. Umgeben vom ewigen Blau des Atlantiks birgt sie mit nur 57 km länge, 22 Kilometer Breite und seinem höchsten Gipfel dem Pico Ruivo auf 1862 m. ü. M. die optimalen Bedingungen für Outdoor begeisterte und Kurzzeit Reisende. Unzählige Wanderwege entlang der bekannten Bewässerungsgräben den sogenannten Levadas und ein gut ausgebautes wenn auch für Deutsche wohl anfangs gewöhnungsbedürftiges Netz von Straßen und Wegen ermöglicht es dir die Insel sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad oder dem Auto zu erkunden. Wir selbst haben innerhalb unseres Aufenthalts insgesamt fast 1000 km mit dem Mietwagen zurück gelegt und konnten so die ganze Insel bestens erkunden. 

Die Anreise:

 

Die Taschen waren gepackt und unsere Reise begann zu Fuß zum nahe gelegen Bahnhof. Von dort aus brachte uns die Bahn in nur 10 Minuten zum Flughafen von Friedrichshafen, voller Vorfreude auf die Abenteuer die uns bald bevor standen nahmen wir selbst die Verspätung unseres Fliegers der uns im Direktflug nach Funchal bringen sollte mit Gelassenheit hin und nutzten die Zeit für ein kleines Frühstück. Knapp 3000km und 5 Stunden später war es auch schon soweit, nach einem angenehmen Flug mit Germania sahen wir zum ersten mal die weiße Gischt der Wellen des Atlantiks die gegen die steilen Klippen dieser kleinen Insel schlugen. Sofort kamen in mir Erinnerungen an meine Reise in die Algarve in den Sinn. Die Ähnlichkeit auf den ersten Blick war verblüffend, liegen doch immerhin fast 1000km dazwischen. Der Pilot zog nun noch eine letzte Schleife und das Wasser kam immer näher, wundere dich nicht denn das Rollfeld vom Flughafen liegt nämlich direkt am Meer. Nur wenige Sekunden bevor der Flieger auf der Insel aufsetzt erscheint auch das Land darunter. Anschließend erwartet dich ein kurzer Transfer mit dem Bus in das Flughafen Gebäude und hier am Gepäck-Band wirst du sehr wahrscheinlich das erste Mal mit portugiesischer Gelassenheit konfrontiert, nimm dir also besser etwas mehr Zeit beim aussteigen aus dem Flieger denn dann vergeht auch die Wartezeit auf dein Gepäck etwas schneller. 

Da waren wir also, nun ging es darum unseren kleine aber feinen Mietwagen zu organisieren. Glücklicherweise ist die Flughafenhalle nicht all zu groß und der Anbieter war recht zügig ausfindig gemacht, ein paar Unterschriften später konnte es endlich los gehen! 

Die Unterkunft: 

 

Als Ausgangspunkt und Rückzugs Ort hatten wir uns dazu entschlossen in ein kleines aber gemütliches Bungalow direkt am Meer in einem kleinen Dörfchen in der Nähe von Santana genauer gesagt in Arco de São Jorge einzumieten. Nach ungefähr einer Auto Stunde vom Flughafen zu unserer Unterkunft waren wir pünktlich kurz vor Sonnenuntergang eingetroffen. Und sofort ergriff uns hier das Gefühl als wäre alles noch sehr ursprünglich so waren wir im Laufe der Woche meist nur von Einheimischen umgeben. Unser Fazit, wir waren mit unserer Wahl der Unterkunft äußerst zufrieden, die Lage war gut und wenn auch die Besitzer von Quinta da Quebrada wie unsere Unterkunft sich nannte außer mit portugiesisch nicht viel anfangen konnten so waren Sie trotzdem sehr nett und unserer Bungalow immer frisch. 

Kulinarisch:

 

Wir hatten bewusst ein Bungalow gemietet das mit einer Küche und einer kleinen Terrasse ausgestattet war denn so hatten wir hier die Möglichkeit uns mit Brötchen Rührei und Marmeladen die uns die Besitzer der Anlage jeden Morgen frisch an die Türklinke hingen zu stärken und als Vesper für zwischendurch zu versorgen. Besonders fiel uns schnell nach dem typischen Seafood der überwiegend sehr fleisch haltige Teil der Speisekarte ins Auge. Gebratenes Chicken mit Kartoffeln und einem unglaublich leckeren Knoblauch der überall auf Madeira zum Essen gehört, gepaart mit einem feinen Rotwein - Monte Velho waren dabei meist unser Favorit. 

 

An dieser Stelle können wir dir einige Restaurants aus eigener Erfahrung nur wärmstens empfehlen. 

 

Das Restaurante São Cristóvão war unserer Favorit in Sachen Lage, direkt an einer Klippe gelegen zwischen Santana und São Vicente hat man hier eine wunderbare Sicht auf den Sonnenuntergang und das Meer. Wer allerdings so wie wir zum Sonnenuntergang lieber direkt ans Meer möchte kann von hier aus in nur 10 Minuten mit dem Auto auf die andere Seite der dort vorhanden Schlucht fahren und von dort aus in wenigen Gehminuten vorbei an einigen sehr schönen Ruinen alter Gebäude bis mit den Füßen im Wasser an den Atlantik laufen. Für uns ein absoluter Geheimtipp und nur zu empfehlen! 

 

Das Restaurante Casa De Abrigo Do Poison war unser Favorit in den Bergen. Denn nach einer schönen kleinen Tour zum Sonnenuntergang auf dem Pico do Arieiro möchte man nicht lange suchen. Auf dem Rückweg vom Gipfel mit dem Auto kommt man hier quasi direkt daran vorbei. Zugegeben es zwar eines der teuersten Restaurants bei unserem Besuch auf Madeira aber die Küche ist dennoch eine Erwähnung wert!

 

Kulinarisch und besonders beim Thema Ambiente können wir dir nun zum Schluss unseren absoluten Favoriten empfehlen. Zwischen Santana und Porto da Cruz liegt das Casa de Chá! So gut gegessen wie dort haben wir sonst nirgends auf Madeira. Hier kann ich dir besonders den Krabbencocktail empfehlen es war ein Genuss! Unabhängig davon hat uns das gesamte Restaurant unglaublich gut gefallen, liebevoll eingerichtet und sehr nettes Personal quasi ein Must See auf Madeira. 

 

Das waren unsere Favoriten leider war das Essen aber nicht überall so gut! Besonders enttäuscht waren wir vom Nachtisch, das aber ganz allgemein auf Madeira bezogen. Meist viel zu süß hat es unsere Geschmack nie richtig getroffen. Das Xapa Grill in São Vicente hat uns am meisten enttäuscht. Lieblos eingerichtet und absolut unfreundliches Personal, nachdem wir uns dann das Buffet genauer angeschaut hatten war unser Entschluss dort nichts zu essen schnell gefasst.  Beim Bezahlen an der Kasse wurde uns dann aber zusätzlich zu zwei Wasser noch zwei volle Portionen Essen berechnet erst nach einiger Diskussion konnten wir die Dame an der Kasse überzeugen das wir nichts bestellt hatten. Unserem Gefühl nach war die Kellnerin die uns bediente dafür verantwortlich, denn sie war  äußerst frustriert als wir nichts aßen und vermutlich hatte sie uns deshalb diese zwei Essen auf die Rechnung getippt um uns an der Kasse am Ausgang Probleme zu bereiten. Für uns ein absolutes No go und nicht zu empfehlen! Zum Glück war dieses Verhalten bei unserem Aufenthalt ein Einzelfall. 

 

Ausflugsziele:

 

Nun kommen wir zum Wohl interessantesten Punkt für Dich, die Hotspots die man auf Madeira unbedingt gesehen haben muss! 

Zuerst möchte ich dir aber ein paar allgemeine Tipps geben. 

 

1. Plane nicht zu viele Ziele ein, oft sind die Wege zu bestimmten Punkten schlecht ausgeschildert oder doch weiter entfernt als gedacht, was dazu führt das du deinen Zeitplan trotz Puffer nicht einhalten kannst. 

 

2. Wenn du deine Route mit Googlemaps planst dann rechne immer lieber noch einige Minuten mehr dazu. Ich habe mich oft dabei erwischt wie ich z.B. 20 km auf der Insel mit 20 km in Deutschland verglichen habe, was oft zu erheblichen Zeitdruck führte. 

 

3. Nutze die frühen Stunden des Tages. Besonders zu Sonnenaufgang sind Plätze wie z.B. der Pico de Arieiro oder die Hochebene Paul da Serra viel Reizvoller und wenn die Sonne über dem Nebelmeer erwacht beginnt eine ganz besondere Stimmung. Außerdem wirst du zu dieser Zeit die Plätze auch mit deutlich weniger Leuten teilen müssen als zum Sonnenuntergang! Also auch wenn dir im Urlaub das frühe aufstehen schwer fällt, es lohnt sich!

 

4. Auch wenn man der Meinung ist im Süden sollte es immer schön warm sein, so ist dies auf Madeira ganz unterschiedlich. Packe daher also auf alle Fälle einen dünnen Windbreaker wie z.B. eine Softshell Jacke ein und habe diese am besten immer griffbereit im Auto, denn an der Küste oder auf den Bergen geht besonders morgens oft ein sehr stürmischer und kalter Wind! 

Auf dem Gipfel von Pico Ruivo
Auf dem Gipfel von Pico Ruivo

 

Und nun unsere top 10 Ausflugsziele auf Madeira.

 

1. Der Pico Ruivo oder auch der höchste Berg Madeiras! Unser Tipp. Mit dem Auto bis zum letzten Parkplatz fahren und dann die letzten 1,5 Stunden bis zum Gipfel wandern. Der Weg ist gut ausgebaut und nicht besonders anspruchsvoll. Gut zu Fuß sollte man aber dennoch sein!

 

2. Pico do Arieiro. dank seiner Radarstation am Gipfel ist es möglich auch für Besucher die weniger gut zu Fuß sind diesen zu erreichen. Hier ist es dann sowohl hinter als auch vor der Station möglich einige schöne Aussichtspunkte anzulaufen.

Felsen von Ribeira Da Janela
Felsen von Ribeira Da Janela

3. Die Felsen von Ribeira Da Janela. Schöne Felsformationen die man unbedingt gesehen haben sollte allerdings sollte man dort nicht zuviel Zeit einrechnen denn viel mehr außer diesen gibt es dort nicht.

 

Die Inselspitze von Canical
Die Inselspitze von Canical

4. Canical. Die im Nordosten liegende Inselspitze von Canical besticht durch ihre schroffen Felsen und Ihre wunderschöne Aussicht. Auf der ganzen Länge dieser Spitze befindet sich ein toller aber wenig anspruchsvoller Wanderweg. Da dieser Weg einer Sackgasse ähnelt kann man selbst entscheiden ob man diesen bis zum Ende oder nur bis zu einem bestimmten Punkt folgt. Wir selbst haben nur etwa die Hälfte dieses Weges beschritten da uns zum Sonnenuntergang die Zeit einholte.

 

5. Funchal. Ziel unserer Reise war die Natur und die Landschaft aber natürlich haben auch wir keinen Bogen um die Städten Madeiras gemacht. Besonders gut gefallen hat uns hier Funchal, besonders die sehr sehenswerte Arriaga Allee im Inneren der Stadt. Hier kann man ganz nach Vergnügen soviel Zeit verbringen wie einem lieb ist und sicher hat Funchal noch einiges mehr zu bieten.

 

6. Die Steinbecken von Porto Moniz. Wunderschön anzusehen durch die hohe Anzahl an Touristen ist es hier allerdings auch typisch touristisch. Es gibt Postkarten kleine Kühlschrankmagneten und allerlei andere Mitbringsel. Wir hielten uns auch hier nur wenige Minuten auf um dann wieder zu anderen Plätzen weiter zu ziehen.

Der Feenwald von Fanal
Der Feenwald von Fanal

7. Der Feenwald von Fanal. Ein absolutes Must see! So einen Wald wie dort haben wir noch nie zuvor gesehen. Die Geschichten erzählen das einige dieser Lorbeerbäumen älter seien als die Besiedelung der Insel. Hier kann man wirklich viel Zeit verbringen und der Fantasie freien Lauf lassen. Besonders dort ist aber auch an den o. g. Windbreaker zu denken denn durch den dort fast immer herrschenden Nebel wir einem sehr schnell kalt und nass. Man sollte hier auch immer bedenken das die Kühe in dieser Region nicht durch Weiden-zäune eingesperrt werden und bei Sichtweite manchmal unter 5 Meter sollte man besonders mit dem Auto auf dem Weg dorthin immer der Sicht angepasst fahren! Und auch das Risiko sich dort zu verlaufen ist sehr hoch, uns selbst ist es auch passiert da durch Nebel und sehr ähnlicher Vegetation. Also hier immer darauf achten das die Akkus geladen und das Daten Volumen ausreichend ist um im Zweifel wieder zurück zur Straße zu finden.

8. Die Destillerie direkt am Atlantik. Engenhos do Norte so nennt sich die kleine Zuckerrohr Fabrik. Hier kann man kostenlos den fleißigen Männern dabei zusehen wie aus dem Rohmaterial die Flüssigkeiten gepresst werden. Zudem ist auch dort der einzige Strand den wir auf Madeira mit reinem schwarzen Sand finden konnten. Und nicht genug wenn man der kleinen Straße noch ein Stück folgt so kommt man an ein wunderschönes Stück Küste aus rauem Lavagestein. Der Besuch dort war eines unserer Highlights!

9. Levada! Hier gibt es unzählige schöne Wanderstrecken entlang der Bewässerungsgräben unser Favorit hier war mit Abstand der Levada do Rei. Anfangs noch recht unspektakulär wurde der Weg bis zum Ende der Schlucht immer schöner und schöner. Wichtig ist hier vorallem bis zum Ende des Weges zu gehen denn besonders das Ende des trails ist wunderschön. Für solch eine Wanderung sollte man sich aber auf alle Fälle ausreichend Zeit einplanen. Nicht selten muss man hier auch einige Meter durch Höhlen teilweise sind diese so eng das man nicht mehr aufrecht gehen kann, hier ist eine Kopflampe absolut Gold wert!

 

10. Der Wasserfall bei Seixal. An der Nordwestküste liegt der wohl bekannteste Wasserfall der Insel, hier stürzt das Wasser mehrere Meter von einer Klippe direkt in das Meer. Da dies aber schon längst kein Geheimtipp mehr ist herrscht auch dort rege Massenabfertigung. In regelmäßigen Abständen Rollen hier die Touristenbusse an um dann  schnell das 100000 selbe Bild davon zu schießen. Anschließend geht die Reise auch schon weiter. Besonders viel Zeit kann man auch hier nicht verbringen.

 

 

Das waren sie, unsere 10 Ausflugsziele für dich! Wir hoffen dir damit eine Hilfe bei deiner Reiseplanung nach Madeira gewesen zu sein und wünschen dir viel Spaß diese wunderbare Insel zu erkunden! Vielen Dank für deinen besuchen und wir freuen uns dich bald hier auf Time out Experience wieder begrüßen zu dürfen!

 

Nick & Alex

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